
Reist ein minderjähriges Kind nur mit einem Elternteil, kann im Rahmen der Reiseabwicklung oder bei Kontrollen ein Nachweis erforderlich sein, dass der andere sorgeberechtigte Elternteil der Auslandsreise zugestimmt hat. Hierfür wird üblicherweise eine Reisevollmacht (Einverständniserklärung) verwendet. Ob und in welcher Form ein entsprechendes Dokument verlangt wird, richtet sich nach den Vorgaben des Ziellandes, gegebenenfalls nach Transitstaaten sowie nach den Bestimmungen des jeweiligen Beförderers.
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Dieser Text erläutert, in welchen Fällen eine Reisevollmacht für ein Kind, das mit dem Vater reist, zweckmäßig ist, welche Mindestangaben eine Vorlage enthalten sollte und wie eine PDF-Vorlage sachgerecht vorbereitet wird. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle rechtliche Prüfung.
Anwendungsfälle
Eine Reisevollmacht ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn das Kind mit dem Vater reist und die Mutter nicht anwesend ist, wenn die Eltern getrennt leben oder wenn aus den Reisedokumenten nicht ohne Weiteres hervorgeht, dass der reisende Elternteil zur Ausreise berechtigt ist. Je nach Zielland können darüber hinaus zusätzliche Anforderungen bestehen, etwa hinsichtlich der Form (z. B. beglaubigte Unterschrift) oder der Sprache des Dokuments.
Inhalt einer Reisevollmacht-Vorlage (Vater)
Eine Reisevollmacht sollte eindeutig formuliert und vollständig ausgefüllt sein. In der Regel umfasst sie Angaben zur Identität des Kindes (Name, Geburtsdatum, gegebenenfalls Dokumentnummer), Angaben zum reisenden Elternteil (Vater) sowie Angaben zum anderen sorgeberechtigten Elternteil (Mutter). Erforderlich ist ferner eine klare Zustimmungserklärung zur konkreten Reise, einschließlich Reisezeitraum und Reiseziel(en). Das Dokument ist mit Ort und Datum zu versehen und durch den zustimmenden Sorgeberechtigten zu unterschreiben. Besteht gemeinsames Sorgerecht, kann es im Einzelfall erforderlich oder zweckmäßig sein, dass beide Sorgeberechtigten unterzeichnen.
Begleitunterlagen
Abhängig von Reiseziel und Einzelfall kann es sinnvoll sein, ergänzende Unterlagen bereitzuhalten, die die Zuordnung und das Sorgerechtsverhältnis nachvollziehbar machen. Hierzu zählen insbesondere Kopien der Ausweisdokumente der Sorgeberechtigten sowie gegebenenfalls ein Nachweis zum Sorgerecht. Bei abweichenden Familiennamen kann zudem eine Kopie der Geburtsurkunde zur Klärung beitragen. Ob solche Unterlagen benötigt werden, ist im Einzelfall zu prüfen.
Vorbereitung der PDF-Vorlage
Die PDF-Vorlage sollte gut lesbar gestaltet, vollständig ausgefüllt und frei von nachträglichen Änderungen sein. Die Zustimmung muss eindeutig erkennbar sein. Soweit Vorgaben des Ziellandes oder des Beförderers eine bestimmte Form erfordern (z. B. Beglaubigung), ist dies vor Reiseantritt zu berücksichtigen. Für Kontrollen kann es erforderlich sein, das Dokument in Papierform mitzuführen.
Hinweise zur Verwendung
Ob eine Übersetzung erforderlich ist, richtet sich nach den Anforderungen des Ziellandes und den Abläufen vor Ort. Eine digitale Version auf dem Mobilgerät kann im Einzelfall nicht ausreichen, wenn eine Vorlage im Original oder in Papierform verlangt wird. Sofern die Zustimmung eines Sorgeberechtigten nicht vorliegt, ist vor Reiseantritt zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Reise rechtlich möglich ist.





